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8 Profi-Tipps für messerscharfes Korrekturlesen!

Es ist geschafft. Dein Text ist fertig und du möchtest ihn schnellstmöglich veröffentlichen. Aber halt! Nicht zu schnell! Bitte gönn dir und deinem Text noch eine gründliche Korrekturrunde. Ich habe es noch nie – wirklich noch nie und von niemandem – erlebt, dass ein Blogartikel, Websitetext oder Newsletter gleich im ersten Durchgang frei von Fehlern war. Und bleiben die in deinem Text, schadest du massiv seiner Qualität und deinem Standing.

 

Und super wichtig für SEO: Sind deine Texte fehlerhaft, werden sie von Suchmaschinen seltener gefunden. Denn hier geben Suchende üblicherweise ihre Suchbegriffe in der korrekten Schreibweise ein.

 

Damit dir kein Fehler entschlüpft, sind hier meine Tipps wie du am besten beim Korrekturlesen vorgehst. Und unten findest du noch meine Liste der am häufigsten gefundenen Fehler.

Mit diesen 8 Tipps fürs Korrekturlesen wirst du nie wieder einen Text mit Fehler veröffentlichen.
Profi-Tipps fürs Korrekturlesen

Tipp 1: Ein Anfang – dein Textverarbeitungsprogramm

Textverarbeitungsprogramme zeigen, wo sich Fehler reingeschummelt haben. Nimm diese Hilfe an und lass deinen Text automatisch auf Rechtschreibung und Grammatik prüfen. Wirf am Ende des Schreibens noch einmal einen Blick auf die Korrekturvorschläge des Programms und kontrolliere, was tatsächlich zu korrigieren ist.

 

Einiges an der Software ist unschlagbar praktisch. Mit der Funktion „Suchen und Ersetzen“ kannst du beispielsweise doppelte Leerzeichen aufspüren und durch einfache austauschen. 

 

Aber verlass dich bitte nie ausschließlich auf das Programm. Vieles – vor allem fehlerhafte grammatikalische Endungen – erkennt es nicht, hat es deinen Text bereits einmal komplett überprüft. Manchmal ergeben sich durch Tippfehler auch neue Wörter. Woher soll das Programm wissen, dass du "Waage" und nicht "wage" meinst? Also, es bleibt nix. Du musst trotz Textverarbeitungsprogramm noch einmal ran.

 

Tipp 2: Ausgedruckt wird einiges klarer

Ich bin selbst immer wieder erstaunt: Viele Fehler treten erst auf Papier zutage. Daher empfehle ich dir, deinen Text auszudrucken. Korrekturlesen am Bildschirm ist nämlich viel anstrengender. Daher erwischen die müden Augen nicht jeden Fehler.

Noch viel besser: Drucke den Text in einer Schriftart und Schriftgröße aus, die sich von der bislang verwendeten unterscheidet. Wörter, Sätze und Absätze verschieben sich. Du bekommst einen ganz neuen Blick auf deinen Text. Fast als würdest du ihn zum ersten Mal lesen. 

 

Tipp 3: Ruhezeit für dich und deinen Text

Es hat sich bewährt und ich selbst zwinge mich auch dazu: Mach Pausen beim Korrekturlesen! Niemand kann sich endlos konzentrieren. Vor allem dann nicht, wenn dein Text über mehrere Seiten geht bzw. mehr als 500 Wörter umfasst. Ich empfehle dir, nach ungefähr jeder Seite kurz die Augen zu schließen und eine Minute zu entspannen. Danach machst du umso fokussierter weiter. Bei besonders langen Texten: Nach 45 Minuten ist Schluss! Jetzt ist eine viertel Stunde Pause fällig. Weitermachen hat keinen Sinn!

 

Verordnete Nachtruhe: Natürlich macht es einen Unterschied, ob du "nur" in einem Instagram-Post noch einmal die Rechtschreibung checkst oder einen kompletten Beitrag für deinen Blog oder ein Kundenmagazin prüfst. Bei längeren Texten kann ich dir nur raten: Schlaf drüber! Das wirkt Wunder. Mit (fast) neuem Blick kannst du am nächsten Morgen deinen Text korrigieren. Und oft werden sich dir plötzlich noch viel bessere, treffsicherere Formulierungen erschließen. Garantiert!

 

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Tipp 4: Lies deinen Text rückwärts

Diesen Trick kenne ich noch aus der Schule. Schon da hat er mir bei Diktaten enorm geholfen. Du wirst sehen: Wenn du deinen Text von hinten nach vorne nach Rechtschreibfehlern durchpflügst, prüfst du jedes Wort einzeln, losgelöst vom Kontext und ganz neutral. Perfekt für versteckte Buchstabendreher!

 

Hinweis: Grammatikalischen Fehlern kommst du so allerdings nicht auf die Schliche!

 

Tipp 5: Spezielle Korrekturgänge pro Problem

Satzbau, Rechtschreibung, Absätze, Punkt- und Kommasetzung und die richtige Wortwahl: Das sind ganz schön viele Aspekte, auf die du beim Korrekturlesen achten musst. Überfordere dich nicht! Prüfe den Text mehrfach. Und in jedem Durchgang widmest du dich nur einem Problem. Das scheint mühselig, lohnt sich aber. Du hast „Lieblingsfehler“? Na, dann schenke einen Durchgang ganz speziell diesen ungebetenen Gästen in deinem Text!

 

Tipp 6: Fokus Überschriften

Ich weiß nicht, warum. Aber Überschriften werden beim Korrekturlesen oft übergangen. Dabei bleiben deine Leser*innen besonders an diesen hängen. Denn viele Texte – im Speziellen Webtexte – werden nur gescannt. Dafür halten vor allem auch Überschriften wie H1 und H2 her. Also: Mach es besser. Schau dir deine Überschriften noch einmal ganz genau an!

 

Tipp 7: Lies laut

Das mag dir jetzt vielleicht merkwürdig vorkommen: Aber lies und korrigiere deinen Text laut. Dabei gehst du nämlich langsamer und – auch ohne Publikum – bewusster vor. Plötzlich fallen dir unvollständige Sätze, Fehlformulierungen und falsche Kausalzusammenhänge auf. Also zieh dich in eine ruhige Ecke zurück und leg los!

 

Tipp 8: Schnapp dir einen Korrektur-Partner

Ja, vier Augen finden einfach mehr als zwei. Darum gib deinen Text vor der Veröffentlichung einer weiteren Person zum Korrekturlesen. Der perfekte Korrektur-Partner liest deinen Text zum ersten Mal und versteht bestenfalls auch nichts vom Inhalt. Vermutlich fallen ihm ganz andere Aspekte auf als dir. Von denen hast du bislang nichts geahnt.

 

Hier sind die häufigsten Fehler in Texten, die beim Korrekturlesen unbedingt erwischt werden müssen.
Das sind die häufigsten Fehler in Texten

Und zum Schluss: die beliebtesten Fehler!

Ich habe schon einige Texte geprüft – meine eigenen und die aus fremden Federn. Hier ist meine Sammlung der Top-Fehler! Bitte lesen und ggfs. im eigenen Text verbessern!

 

1. Wortverwechslungen wie „das” und „dass”, „seit“ und „seid“, „Tod“ und „tot“ oder „Sie” und „sie”

 

2. gleicher Klang, unterschiedliche Bedeutung wie „vage“ und "wage“, „seit” und „seid”, „Wände” und „Wende” oder „Ware” und „wahre”

 

3. unvollständige Vorsilben wie „enspannen“ statt „entspannen“, „vesprechen“ statt „versprechen“

 

4. Verwechslung von Bindestrich und Gedankenstrich: 

  • Bei Worttrennungen: Trennungsstriche
    "Wohin geht es in den Sommer-
    ferien?"  ➡️ ein kurzer Strich
  • Wortkreationen: Bindestriche
    "Ich buche ein Rundum-Sorglos-Paket."  ➡️ zwei kurze Striche
  • Einschub: Gedankenstriche 
    "Ich fliege dieses Jahr – wie auch im letzten schon – nach Honolulu." ➡️ zwei lange Striche mit Leerzeichen vor und nach dem Gedankengang

5. Apostroph beim Genitiv: Im Deutschen gibt es in der Regel kein Apostroph im Genitiv!

Es heißt: „Papas Schuhe“ und nicht „Papa’s Schuhe“. Ausnahmen gibt es in zwei Situationen:

  • wenn Eigennamen auf -ce, -s, -ss, -ß, -tz, -x oder -z enden. Beispiel: „Clara ist Max‘ Freundin.“
  • wenn einer Sache eine bestimmte Eigenschaft zugeschrieben wird. Beispiel: „Das wurde nach Brahm’scher Manier komponiert!“

6. „t“ für die zweite Person Plural Präteritum von „sein“. Beispiel: „Ward ihr schon einmal in Salzburg?“ Richtig ist: „Wart ihr schon einmal in Salzburg?“

 

7. Buchstabendreher. Beispiele: wie „shcön“ statt „schön“, „Beduetung“ statt „Bedeutung“

 

8. uneinheitliche Schreibweisen, wenn es zwei Möglichkeiten gibt. Beispiele:  „aufwändig“ und „aufwendig“, „Hot Dog“ und „Hotdog“

 

9. Fehlerhafte Leerzeichen:

  • Nach einem Abkürzungspunkt kommt ein Leerzeichen: „z. B.“ nicht aber: „z.B.“, „S. 6“ nicht aber: „S.6“
  • Kein Leerzeichen nach und vor einem Bindestrich (siehe 4.): „1-7“ nicht aber: „1 - 7“, „1492-1532“ nicht aber: „1492 - 1532“
  • Vor und nach Schrägstrichen in Aufzählungen kommen entweder Leerzeichen oder keine Leerzeichen, aber nicht mal so oder so. Beispiel: „Texter / Texter 2“ und „Texter/Texter 2“ nicht aber „Texter/ Texter 2“
  • Bei aufeinanderfolgenden Satzzeichen gehört kein Leerzeichen zwischen diese. Beispiel: „Satz (Beispiel), Satz“ nicht „Satz (Beispiel) , Satz“

Geschafft! Und jetzt raus mit deinem Text

Jetzt bist du durch mit meinem Korrekturlese-Programm. Wenn du diese Schritte gegangen bist, sollte sich wirklich kein falsches Komma und kein falscher Buchstabe mehr in deinen Text verirrt haben. Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Veröffentlichung. 

 

Du willst noch weitere Tipps für gelungene Texte, die deine Leser*innen magisch anziehen und zum Verweilen einladen? Dann lies dir zum Beispiel auch meine Basisregeln für schöne Texten durch!

 

Du brauchst professionelle Texter-Unterstützung für deinen nächsten Blogpost, deinen Newsletter, deine Social Media-Postings oder Website? Schreib mir eine kurze Nachricht. Ich helfe dir gern!

 


Hallo, ich bin Andrea Feustel. Ich bin Texterin und Expertin für Kommunikationsstrategien aus Berlin. Seit rund 15 Jahren unterstütze ich Selbstständige und kleine und mittelständische Unternehmen, die kreativ oder beratend tätig sind. Für sie schreibe ich Websites, Blogartikel, Landingpages, Salespages, Newsletter sowie Pressemitteilungen und Artikel für Mitarbeiterzeitungen. 

Ich entwickel Kommunikationsstrategien samt Wettbewerbsanalyse, Positionierung, USP und einem Konzept für authentisches und erfolgreiches Content Marketing. 

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