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Texten – leicht(er) gemacht – diese Tools und Apps helfen beim Schreiben

Text fertig und komplett zufrieden? Auf Anhieb? Wann ist das schon der Fall, oder? Ich persönlich lasse jeden frisch geschriebenen Text noch einmal über Nacht liegen und prüfe ihn dann darauf, ob alle Tippfehler entfernt, alle Kommata gesetzt, Doppelungen entfernt und Redundanzen beseitigt sind.

 

Manchmal scheint mir das Prüfen des Textes ebenso zeitaufwendig wie das Schreiben an sich. Und manchmal wiederum komme ich gar nicht erst ins Schreiben – weil die Idee plötzlich weg ist, die Konzentration fehlt oder der Fokus abhandengekommen ist.

 

Ein paar tolle Tools helfen mir dann. Und die will ich dir hier vorstellen. Denn sie erleichtern das Schreiben – von der Ideenfindung, über den voll konzentrierten Schreibprozess bis hin zur Abgabe eines fehlerfreien Textes. Du wirst sehen: Manche Schreib-Programme und Texter-Apps sind wirklich besonders hilfreich (und schön). Sie haben meinen Texterinnen-Alltag maßgeblich erleichtert.


Ich würde mich freuen, auch dir mit meinen Tipps rund um Content-, Schreib- und Analyse-Programme, hilfreich sein zu können. Also schau sie dir gleich an. 

 

1. Nie wieder Text-Ideen vergessen

Im Digitalen Notizbuch Evernote Ideen einfach fest-clippen

Kennst du das? Du sitzt in der U-Bahn oder bist kurz vor einem Termin und plötzlich kommt dir die zündende Idee für deine Headline oder den nächsten Blogpost. Ganz schnell festhalten und nie wieder vergessen, heißt es dann. Evernote ist vielleicht deine Rettung: Hier speicherst du Notizen direkt auf deinem Smartphone ab und lädst sie direkt in die Cloud. Weil alle Geistesblitze auf all deinen Geräten synchronisiert werden, kannst du später bequem am Rechner weiterarbeiten und deine Ideen in ausgefeilter Form zu Papier bringen. Das Praktische: In Evernote kannst du dir unterschiedlichsten Content merken:

  • Texte
  • PDFs
  • Bilder
  • ganze Websites 

Alles landet in deinem persönlichen, virtuellen Notizbuch. Einfach eintippen oder einsprechen. Beides ist möglich. Denn Sprachnotizen wandelst du per Klick in Texte um und schreibst direkt weiter. Doch damit nicht genug: Mit Evernote kannst du auch (Schreib-)Teams zusammenführen, Dokumente scannen oder handschriftliche Notizen nach Infos durchforsten.

 

Für deine Texte legst du am besten pro Recherche-Thema ein Notizbuch an und hortest hier alle Infos, die dir nützlich scheinen. Ganze Website „clippst“ du fest, um immer wieder auf sie zurückgreifen zu können. 

 

Kosten: Evernote Basic ist kostenfrei. Die Versionen, in der du nicht nur Notizen verwalten, sondern Arbeitsabläufe strukturieren kannst, starten mit monatlichen 6,99 Euro. 

2. Fehlerfreie Texte mit diesen Tools

Viele TexterInnen arbeiten ausschließlich mit Microsoft Word. Das Programm unterstützt dich mit einer integrierten Rechtschreibprüfung, die bereits ziemlich viele Fehler findet. Aber leider nicht alle. Denn wie andere Textverarbeitungsprogramme ist auch Word nicht ganz zuverlässig. Schließlich ändern sich Regeln immer wieder. 

Darum zeig ich dir jetzt noch ein paar Tools, die restliche Fehlerchen in deinem Blogartikel oder Webtext aufdecken. 

Schlicht und zuverlässig: Die duden Rechtschreibprüfung

Ich selbst jage auch kleine Texte sicherheitshalber noch mal durch die Duden Rechtschreibprüfung. Hier kannst du dir ziemlich sicher sein, dass nach neuesten Maßstäben in Sachen Grammatik und Orthografie korrigiert wird. Das Ganze dauert nur zwei Klicks durch Copy & Paste und du vermeidest wirklich lästige Fehler, die bei KundInnen und Zielgruppe schlecht ankommen. 

 

Kosten: Die Basis-Version ist kostenfrei. Allerdings kannst du hier auch nur max. 800 Zeichen auf einmal prüfen. Buchst du den Duden Mentor in der Premium Version, kannst du auf einen Schlag 20.000 Zeichen testen und dir neben Grammatik- und Rechtschreibungprüfung u. a. auch  Tipps zur Schreibstil-Optimierung geben oder Synonyme vorschlagen lassen. Die Premium-Variante kostet 9,95 Euro/Monat.

stil- und rechtschreibprüfung mit Rechtschreibprüfung24

Das Onlinetool Rechtschreibprüfung24 findet für dich nicht nur zuverlässig Rechtschreibfehler. Es nimmt auch deinen Stil unter die Lupe. Alles, was du tun muss: Deinen Text in das entsprechende Feld kopieren und „Prüfung starten“ klicken. Schon markiert dir das Programm die Stellen, die du genauer anschauen solltest. Ein Klick auf die Markierungen und du erhältst Hinweise, ob vielleicht ein Komma fehlt oder möglicherweise ein Tippfehler vorliegt.

 

Darüber hinaus bietet Rechtschreibprüfung24 auch in der kostenfreien Variante die Prüfung englischer Texte sowie die Analyse von Lesbarkeit, Wortdichte und Füllwörtern – wobei ich von dieser Option noch nicht ganz überzeugt bin. 

Praktisch ist aber, dass du deine Texte direkt aus der Cloud in das Prüf-Tool laden bzw. von dort in die Cloud zurückladen kannst. 

 

Kosten: Die Basis-Variante ist für Gäste und registrierte NutzerInnen kostenfrei. Die werbefreie Premium-Version mit persönlichem Wörterbuch und anderen Vorteilen kostet 4,92 Euro monatlich.


Dein Text sollte zwar leicht lesbar sein, in der Regel aber vor allem die Erwartungen deiner Zielgruppe erfüllen. Prüfe daher immer, ob der Lesbarkeit-Index tatsächlich die richtige Empfehlung für deine Zielgruppe angibt.


3. Stilsicher schreiben mit Analysetools

Mit Wortliga Stil und lesbarkeit überprüfen

Wortliga prüft deine Blogartikel, Webtexte, Posts oder Ads vor allem auf Stil und Lesbarkeit. Es scannt deinen Content u. a. auf alles, was deinen Text lähmt und komplizierter als nötig macht:

  • passive Satzkonstruktionen
  • Modalverben
  • Nominalstil
  • Füllwörter
  • zu lange Sätze

Wortliga trägt so dazu bei, dass deine Texte frischer sind und dir die Aufmerksamkeit deiner Leser erhalten bleibt.

 

Wahlweise kannst du direkt in der Text-Maske von Wortliga losschreiben. Bereits im Schreib-Prozess schlägt dir das Programm hilfreiche Optimierungen vor. Am rechten Feldrand erscheint eine Leiste mit der Analyse deines Textes:

 

  • Rot sind Fehler.
  • Gelb sind Empfehlungen.
  • Grün bedeutet: Alles gut!

 

Was das Analysetool noch kann: Es verrät dir die Lesedauer, wie viele Zeichen, Wörter, Sätze und Absätze dein Text enthält. Der tooleigene Lesbarkeits-Index zeigt an, wie verständlich dein Text ist. (Dein Text sollte zwar leicht lesbar sein, in der Regel aber vor allem die Erwartungen deiner Zielgruppe erfüllen. Prüfe daher immer, ob der Lesbarkeit-Index tatsächlich die richtige Empfehlung für deine Zielgruppe angibt!)

 

Kosten: Die kostenlose Variante ist ziemlich praktisch und umfassend. Wenn du die Prüfung auf Rechtschreibung und Grammatik integrieren und auf (durchaus lästige) Wartepausen verzichten willst, dann musst du 4,90 Euro monatlich in die Hand nehmen. 

weg mit lähmenden Phrasen dank Schreiblabor

Das ebenfalls kostenlos nutzbare Schreiblabor prüft für dich Texte auf Anglizismen, Füllwörter und Phrasen. Und auch dieses Tool kontrolliert deinen Blogartikel auf Lesbarkeit. Und zwar mit drei verschiedenen Indices:

  • Flesch-Index: sowohl nach der englischen als auch der deutschen Formel. Der Flesch-Index ergibt sich aus der durchschnittlichen Silbenzahl pro Wort und der durchschnittlichen Satzlänge. Je höher der Flesch-Wert, desto verständlicher der Text – angezeigt auf einer Skala von 1 bis 100. Je höher die Zahl, desto komplizierter der Text (Wert 20 vergleicht deinen Text mit fachlichen Abhandlungen, während der Wert 100 sehr einfache Lesbarkeit anzeigt.)
  • Wiener Sachtextformel: Hier wird der Text einer Einstufung von vier bis 15 zugeordnet und besagt damit, welchem Schulklassen-Niveau der Text entspricht.
  • Kincaid Grade Level: Dieser Index besagt, welches US-amerikanische Schulklassen-Niveau deine LeserInnen absolviert haben müssen, um den Text zu verstehen.

Ehrlich gesagt wirft das Tool die Ergebnisse etwas unstrukturiert aus. Allerdings sind die Fehlerstellen deutlich markiert. Ein weiterer Vorteil: Im Gegensatz zu anderen Analyse-Tools kannst du hier Texte von bis zu 650.000 Zeichen in einem Rutsch überprüfen. 

 

Kosten: Das Schreiblabor kannst du kostenlos nutzen.

Leichtlesbar - das Portal für frischen Lesefluss

Auch das Schweizer Portal leichtlesbar.ch beurteilt die Lesbarkeit deines Textes und – wie auch das Schreiblabor – anhand des Flesch-Wertes. Dieses Tool hilft dir vor allem dann, wenn du nur schnell eine kurze Lesbarkeits-Analyse deiner Texte oder einzelner Passagen brauchst. Weitere stilistische Fehlerchen zeigt es nicht an.

 

Kosten: keine Kosten für leichtlesbar.ch

4. Abwechslungsreicher Schreiben

Wortvielfalt mit woxikon

Auch das Woxikon hilft dir, abwechslungsreich zu schreiben. Das kann nämlich vor allem dann schnell zur Herausforderung werden, wenn du viele Texte zu ein und demselben Thema schreibst. Woxikon ist dann dein Partner: Denn es ist ein Synonym-Finder

Das Woxikon verfügt über eine riesige Datenbank, durch die du wirklich spielend einfach zu unterschiedlichsten Begriffen Alternativen aufgewiesen bekommst. Nicht alles haut thematisch immer hin. Aber es ist eine sehr hilfreiche Inspirationsquelle und hat mir schon manches Mal aus der Wort-Sackgasse geholfen.

 

Kosten: keine Kosten für den Synonyme-Ratgeber

Wiederholungen streichen dank Repetition Detector

Zu viele Wortwiederholungen im Text? Das Programm RepetitionDetector schafft Abhilfe. Er zeigt dir schnell oft verwendete Verben oder Adjektive und bringt so frischen Wortwind in deinen Text. Neigst du dazu, bestimmte Phrasen zu häufig einzusetzen, weil du sie einfach zu gern magst? Die findet das Programm ebenfalls und markiert dir die Stelle. 

 

Super relevant für SEO-TexterInnen und die Keyword-Platzierung: Definierst du dem RepetitionDetector bestimmte Worte, bezieht er diese in seine Auswertung nicht mit ein. 

 

Falls du mehrsprachig unterwegs bist - dann bist du hier genau richtig. Denn das Tool bietet Kontrolle in verschiedenen Sprachen.

 

Kosten: 30 Tage kostenlos testen. Danach einmalige Kosten von 7,40 US-Dollar

5. Volle Konzentration

Pomodoro-technik für Fortgeschrittene

Die Pomodoro-Technik kennst du sicherlich. Für sie brauchst du nicht mehr als einen Timer oder eine Küchenuhr. Nach dem Pomodoro-Prinzip unterteilst du deine Text-Arbeit in 25-Minuten-Abschnitte, die du durch regelmäßige kurze Pausen unterbrichst. Auf jede Arbeitsphase folgt dabei üblicherweise eine Pause von fünf Minuten. Und nach vier Arbeitsphasen ein längerer Break von 15 bis 20 Minuten.

 

Der Gedanke dahinter: Klare Strukturen für Konzentration und geistige Entspannung verbessern deine Produktivität. Ich hab es selbst bereits getestet und kann für mich sagen, dass es klappt. 

Das kostenlose Tool focus booster ist entsprechend der Pomodoro-Technik programmiert. Es gibt deinem Arbeitsablauf eine zeitliche Struktur und hilft dir, Pausen einzuhalten.

 

Mit focus booster kannst du die Dauer deiner Arbeitsphasen und Pausen praktischerweise selbst definieren. Denn du selbst weißt schließlich am besten, wie dein optimaler Arbeitsrhythmus aussieht. Du stellst das Programm so ein, dass nach der von dir gewünschten Zeitspanne die Pausenglocke ertönt und wann wieder Zeit ist, um Mails zu checken oder Anrufe zu tätigen. Und wenn die Pause um ist, geht es fokussiert mit dem Schreiben weiter. Auf diese Weise hast du den Kopf immer frei, um konzentriert weiter an deinem Text zu feilen.

 

Kosten: keine für den focus booster

Volle Konzentration Voraus mit Stay Focused

Weil wir uns allzu oft von Dingen links und rechts ablenken lassen, gibt es auch Tools und Apps, die uns hier unterstützen: Die App Stay Focused zum Beispiel. Sie schafft in Sachen Konzentrationsmangel durch viel Eigenleben auf dem Bildschirm Abhilfe. Bei Stay Focused handelt es sich um eine Chrome-Erweiterung, die dir für eine festgelegte Zeitspanne den Zugang zu diversen Internetseiten blockiert. Du kannst in der App einfach die Seiten in die Sperrliste aufnehmen (Facebook, Twitter beispielsweise) und dich somit beim Schreiben selbst disziplinieren. Ziemlich gut!

 

Kosten für Stay Focused ab 4,99 Euro

Nur das Schreiben im Blick mit Writemonkey

Wenn du die Textverarbeitungssoftware Writemonkey öffnest, ist ruckzuck alles andere von deinem Bildschirm verschwunden. Es gibt nur noch dich und deinen Text. Nichts lenkt mehr vom Texten ab. Als Standard läuft das Programm nämlich im Vollbild-Modus. Das einzige, was es dir zeigt, ist eine leere Seite, die es zu befüllen gilt. 

 

Writemonkey hat kein kompliziertes Menü oder überflüssige Assistenten. Ganz minimalistisch angelegt ist es wirklich eine interessante Option für alle Blogger*innen, Texter*innen und Autor*innen, die sich voll und ganz konzentrieren (und möglichst schnell mit dem Text fertig werden) möchten. Einzig und allein der Dateiname, die Wortzahl deines aktuellen Dokumentes und die Uhrzeit bleiben für dich im Blick.

Vor dem Schreiben kannst du die angestrebte Wortanzahl angeben. Die Prozentanzeige hält dich über deinen Fortschritt stets auf dem Laufenden. Diese Art, dein Ziel festzulegen und abzuarbeiten, sichert auch bei den schwierigsten Textbrocken die Motivation. 

 

Übrigens: Writemonkey hat ein Herz für Nachtaktive. Auf Wunsch kannst du die Ansicht auf weiße Schrift vor schwarzem Hintergrund umstellen und so deine Augen schonen.

 

Kosten: keine Kosten mit Writemonkey

6. Texten plus Entspannung

Meditatives Schreiben mit Ommwriter

Schreiben ist Stress? Wenn das bei dir der Fall ist, mag das Tool Ommwriter das Richtige für dich sein. Hier wird Schreiben mit Meditation verbunden. Klingt ziemlich cool, oder?

 

Das Programm schafft dir eine entspannte Atmosphäre während des Schreibprozesses: Du schreibst ohne jede Ablenkung im Fullscreen-Modus, minimalistisches Design und Fokus auf die wesentlichen Schreib-Funktionen, diverse Hintergründe wie Seenlandschaften und leicht bewölkte Himmel und, wenn du magst, musikalische Untermalung und Tastaturklänge fördern deine Konzentration und inspirieren dich gleichzeitig. OmmWriter kannst du auch verschenken, was ich eine ziemlich nette Idee finde für Text-Freunde, die gerade an einem harten Knochen kauen.

 

Kosten: Du darfst selbst entscheiden, was dir diese Schreib-Wohlfühl-Atmosphäre wert ist. Mindestens 6,20 Euro kostet es aber

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Meine Tool-Tipps für leicht(er)es Schreiben

 

Von Recherche-Notizen über Meditation beim Schreiben bis hin zur Abgabe von fehlerfreien Texten: Das waren meine Tool-Empfehlungen für dich, die dir hoffentlich den kompletten Schreibprozess angenehmer und leichter machen. Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren und Text-Optimieren. 

 

Deine Andrea


Hallo, ich bin Andrea Feustel. Ich bin Texterin und Expertin für Kommunikationsstrategien aus Berlin. Seit rund 15 Jahren unterstütze ich Selbstständige und kleine und mittelständische Unternehmen, die kreativ oder beratend tätig sind. Für sie schreibe ich Websites, Blogartikel, Landingpages, Salespages, Newsletter sowie Pressemitteilungen und Artikel für Mitarbeiterzeitungen. 

Ich entwickel Kommunikationsstrategien samt Wettbewerbsanalyse, Positionierung, USP und einem Konzept für authentisches und erfolgreiches Content Marketing. 

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