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Storytelling lernen - Anleitung für den richtigen Aufbau

Die ganze Marketing-Social-Media-PR-Welt redet schon seit Jahren von Storytelling. Und davon, wie wichtig es für die erfolgreiche Kommunikation von Unternehmen ist. Stimmt auch! Storytelling macht große wie ganz kleine Unternehmen nahbar, greifbar, persönlich. Es macht den Nutzen von Produkten verständlich. Es spricht die Bedürfnisse von potenziellen Käufern richtig an. Es ist das perfekte Mittel, um Unternehmensbotschaften in die Welt zu bringen.

 

Wenn auch du mit Storytelling starten möchtest und es für dein Marketing, deine Blogposts, deine Social Media-Kanäle einsetzen willst, bist du hier genau richtig. Ich erkläre dir Storytelling und gebe dir einen Leitfaden mit für den perfekten Storytelling-Aufbau. Du lernst, was du für Storytelling unbedingt brauchst und wie du mühelos spannende Texte strukturierst. Für deinen ganz entspannten Storytelling-Start kannst du dir unten mein kostenloses Storytelling-Workbook runterladen. Dann sollte nichts mehr schiefgehen.

Storytelling kannst du lernen. Hier ist deine Anleitung für den richtigen Storytelling Aufbau. Wenn du hier Schritt für Schritt vorgehst, fällt dir gutes Geschichten erzählen ganz leicht.

Storytelling braucht Emotionen

Fangen wir gleich mit einer guten Nachricht an: Storytelling kennst du längst. Und vermutlich beherrschst du es auch schon. Nur weißt du es vielleicht nur nicht und setzt es vor allem noch nicht gezielt für deine Kommunikation ein: Storytelling ist – wie der Begriff schon sagt – nichts weiter als das Erzählen von Geschichten. Von guten Geschichten, die richtig aufgebaut sind und deine Zielgruppe optimal ansprechen und begeistern. 

 

Storytelling gibt es schon seit rund 200.000 Jahren. Es hat seinen Ursprung in den ersten Geschichten am Lagerfeuer. Damals berichteten sich die Steinzeitmenschen von Gefahren oder Abenteuern und überbrachten ihren Zuhörern gleichzeitig Wissen und Erkenntnisse. Daraus entwickelten sich später Märchen, Mythen und Fabeln. Und mit den Fortschritten der Menschheit und der Medien auch Filme, Journalismus, Politik und Marketing ...

"Storytelling hilft zu begreifen, zu merken und zu lernen."

Storytelling bedeutet, Informationen gespickt mit Emotionen zu vermitteln, sodass sie besser „wirken“ und in Erinnerung bleiben. Denn wir Menschen sind sehr emotionale Wesen – auch wenn das nicht jeder auf die gleiche Weise zeigt. Von Natur aus sprechen alle Menschen die Sprache der Emotionen. Weinen, Wut, Lachen, Freude … lösen bei uns allen eine Gegenreaktion aus. Gefühle sind einfach ansteckend und ziehen uns in ihren Bann. 

 

Aus diesem Grund können wir uns reine Fakten, Zahlen, Daten, Namen besser merken, wenn sie uns eingebunden in eine emotional aufgeladene Geschichte kommuniziert werden. Zum Beispiel als Zeitzeugengeschichte oder als Historienroman. Oder mit Hilfe von emotional ansprechende Bildern im Social Media-Post oder mit Videos in Präsentationen. Storytelling hilft zu begreifen, zu merken und zu lernen

Storytelling braucht Relevanz

Natürlich löst aber nicht jede Geschichte in jedem die gleiche Emotion aus und hat damit nicht für jeden die gleiche Relevanz. Eine Geschichte spannend und lebendig zu erzählen, reicht in der Regel nicht aus, damit du deine Zielgruppe erreichst. Es gibt drei wesentlichen Faktoren, die du für eine erfolgreiche Geschichte bedenken musst.

 

Drei wesentliche Faktoren guter Geschichten:

 

1. Nähe: Tangiert dein Thema bzw. das geschilderte Problem wirklich deine Zielgruppe? Ist sie davon betroffen?

 

2. Nutzen: Hat deine Zielgruppe einen tatsächlichen Nutzen von deiner Erzählung? Hilfst du ihr maßgeblich weiter? 

 

3. Neuigkeit: Erzählst du mit deiner Geschichte etwas Neues? Bietest du eine neue Lösung oder neue Erkenntnisse für deine Zielgruppe?

 

Nicht ohne Grund, sind diese drei auch die klassischen Nachrichtenfaktoren, derer sich PR, Journalismus, Marketing bedienen. Die drei Aspekte solltest stets im Hinterkopf haben und mit einem klaren „Ja“ beantworten können, damit du garantiert Aufmerksamkeit bei deinen Wunschkunden erregst. Das gilt für deinen Blogpost, deine Social Media-Posts oder -Stories, Websitetexte und deinen Newsletter. 

 

Ich möchte dir noch zwei weitere Faktoren dringend ans Herz legen, die du vor dem Schreiben deiner Geschichte definiert haben musst:

 

4. Botschaft: Du musst dir darüber im Klaren sein, warum du diese Geschichte erzählen willst. Was ist deine Botschaft an deine Zielgruppe? Was ist deine (Business-) Motivation, die Geschichte zu erzählen?

 

5. Held: Du brauchst einen Helden oder eine Heldin, mit dem / der sich deine Zielgruppe identifizieren kann. Das kann eine frühere Version von dir selbst sein (z. B. wenn du deinen Kunden deine Erfolgsgeschichte darlegen willst, und ihr heutiges Ich deinem damaligen ähnelt) oder deine Persona, dein optimaler Kunden, den du für deine Zielgruppe definiert hast. (Schau dazu gern in meinen Blogartikel: Persona erstellen - wichtig und ganz einfach)

"Das Grundgerüst guter, spannender Geschichten ist immer gleich."

Storytelling braucht Struktur

Du weißt jetzt schon, warum Emotionen und Relevanz für gutes Storytelling wichtig sind. Du weißt, welche Faktoren du unbedingt für dein Storytelling festgelegt haben musst. 

 

Jetzt kommen wir schon zum nächsten Schritt: zum Aufbau einer Geschichte. Natürlich gibt es Abweichungen und verschiedene Modelle. Aber ich will dir hier das Basis-Gerüst guter Geschichten mit auf den Weg geben. Und das sind die Geschichten klassischer Heldenreisen. Da fällt dir bestimmt gleich Homers Odyssee oder ähnliches ein. Und vielleicht denkst du jetzt: „Ach nee, das ist nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Viel zu kompliziert. Viel zu theatralisch?“

 

Ich kann dich beruhigen. Darum geht es gar nicht. Natürlich sollst du deine Unternehmensgeschichte nicht zu einem dreiteiligen Fernsehepos aufplustern. Aber das Grundgerüst guter, spannender Geschichten ist eben immer gleich. Und wenn du diesen ziemlich einfachen Aufbau verinnerlicht hast, kannst du ihn variieren und ergänzen. ( Zu Beispielen für den Aufbau komplexerer Heldenreisen) Aber bis dahin, fangen wir hier mit den absolut ausreichenden und ebenso wirkungsvollen Basics guter Storys an, die auf der 3-Akt-Struktur von Aristoles aufbaut.

 

Ich zeige dir jetzt den Storytelling-Aufbau gleich mit einer kleinen Beispielgeschichte. Das Beispiel ist natürlich rein fiktiv und soll dir nur helfen, die einzelnen Schritte zu verstehen. Meine Geschichte ist geschrieben für ein fiktives Unternehmen, das einen Geschenkkorb-Service anbietet und dessen Zielgruppe Männer sind, die wenig Zeit und Ideen für die Recherche und Beschaffung von Geschenken haben. Die Botschaft ist: Die hochwertigen Geschenkkörbe helfen auch Last-Minute aus der Patsche und sorgen für Erfolg.

Storytelling kannst du lernen. Hier ist meine Anleitung für den richtigen Aufbau von Storytelling. So gelingt es dir, gute Webtexte zu schreiben.
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Akt I: Aufbau der Geschichte

1. Ausgangssituation: Hier schilderst du die Situation, aus der heraus sich die Geschichte entwickelt. Deine Zielgruppe lernt das Setting kennen, in dem sich die Geschichte entwickelt und der Held vorgestellt wird. 

 

Meine Beispielstory für dich: Blick in einer Küche. Es ist morgens. Die Sonne scheint. 

 

 

2. Einführung des Helden: Du stellst deinen Helden oder deine Heldin vor, der / die durch die Geschichte führt bzw. deren Abenteuer deine Zielgruppe erfahren soll. 

 

Meine Beispielstory für dich: Traumkunde des Geschenkkorb-Services: Mann, ca. 35-40 Jahre, verschlafen ... 

 

 

3. Der Ruf des Abenteuers: Die Geschichte beginnt, indem der Held sein Abenteuer startet.

 

Meine Beispielstory für dich: Der Held blickt auf den Kalender und sieht, dass seine Frau morgen Geburtstag hat. Er braucht ein gutes Geschenk.

 

 

4. Der Konflikt: Der Held gerät in einen Konflikt oder eine Herausforderung, die er meistern will. Und  daran droht er zu scheitern. Wichtig: Nur mit einem Konflikt bekommst du Spannung in deine Geschichte und sicherst dir die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe. Die soll sich ja mit deinem Helden identifizieren. 

 

Meine Beispielstory für dich: Es ist Sonntag. Alle Geschäfte sind zu und kein dem Helden bekannter Lieferservice schafft es noch bis morgen früh 8 Uhr, ein eingepacktes, einzigartiges Geschenk zu liefern. Panik auf Heldenseite.

Akt II: Katharsis bzw. Wendepunkt der Geschichte

5. Ein Mentor taucht auf: Der Held oder die Heldin erhält Hilfe von einem Mentor. Das kann ein guter Freund sein, ein Lehrer, Partner oder Kollege. Der Mentor kennt den Helden gut und weiß Rat, um aus der kniffligen Situation zu kommen. Er bietet einen Plan, der zum Ziel führt. Für den Erfolg deiner Geschichte und deine Botschaft ist wichtig, dass der Mentor wirklich nur Mentor bleibt und nicht zum Helden mutiert. Der Held selbst muss der Held bleiben, damit die Geschichte wirkt.

 

Meine Beispielstory für dich: Der Traumkunde ruft einen Freund an und bittet um Rat. 

 

 

6. Die Lösungshilfe / Wendepunkt: Die Lösung des Mentors kann eine kleine Hilfestellung sein, ein Tipp, eine Idee, ein nützliches Werkzeug, ein Geheimweg … Der Held kann nun entscheiden, ob er die gebotene Lösungshilfe annimmt. 

 

Meine Beispielstory für dich: Der Freund berichtet von einem lokalen Anbieter, der auf Bestellung "Frühstück ans Bett" liefert samt frischen Blumen und Prosecco.

 

 

7. Die Entscheidung und Veränderung: Der Held entscheidet sich, die Hilfe anzunehmen und das Hindernis zu bekämpfen. Mit neuem Mut, verändert, transformiert und voll Tatendrang bricht er auf in Teil II des Abenteuers. 

 

Meine Beispielstory für dich: Der Held geht auf die Website des benannten Anbieters. Hier findet er die perfekte Lösung. Er bucht einen Frühstückskorb Deluxe für den nächsten morgen + Kerzen, Prosecco und Blumen und kann sich entspannt zurücklehnen. 

Akt III: Das Ende

8. Das Ende / Auflösung: Der Held kommt zu einem Ergebnis und die Geschichte zu ihrem (glücklichen) Ende, da der Konflikt gelöst und der Held das Abenteuer erfolgreich hinter sich gebracht hat. 

 

Meine Beispielstory für dich: Nächster Morgen. Es klingelt. Vor der Haustür steht ein perfekt gefüllter Korb und ein großer Strauß Blumen, gekühlter Prosecco, Kerzen + Streichhölzer. Der Held nimmt ihn und bringt ihn seiner noch schlafenden Frau ans Bett. 

 

Durch Übung den Storytelling-Aufbau lernen und verinnerlichen

Hier sind wir auch schon fast am Ende meiner Erläuterung, was du für erfolgreiches Storytelling brauchst. Du kennst die wichtigsten Zutaten und hast gelernt, wie der Aufbau bei Storytelling sein sollte. 

 

Damit dir das Ganze leichter fällt, biete ich dir zu meinem Leitfaden unten ein kostenloses Workbook an. Hier kannst du vor dem Verfassen deiner Story alle wesentlichen Faktoren festlegen, damit deine Story ihre Zielgruppe auch wirklich erreicht und du nichts beim Aufbau vergisst.

 

Wenn du jetzt noch ein wenig Mut brauchst für den ersten Schritt, dann will ich dir was sagen: Du kannst mit ganz kleinen Geschichten anfangen. (Siehe meine kleine Beispielgeschichte. Da war nichts Kompliziertes dran. Der Aufbau und die Zutaten stimmten trotzdem.) Versuch dich doch mit einem Social Media-Post. Überleg dir ein Problem deiner Zielgruppe, für das du eine kleine Lösungsgeschichte schreiben kannst. Du schreibst deinen Followern, wie dein Tag ausgesehen hat und was dir dabei begegnete. Welche Hürden taten sich auf? Welche Ziele hast du vielleicht nur auf Umwegen erreicht?

 

Du wirst gleich merken, wie wunderbar menschlich und echt dieser Post wird. Deine Follower lernen dich besser kennen - und deine Expertise obendrein. Denn am Ende deiner Geschichte bist du ja schließlich am Ziel, das auch das Ziel deiner Zielgruppe sein könnte, angekommen. 

 

Dein kostenloses Storytelling Workbook

Und natürlich gibt es hier jetzt mein Versprochenes Gratis-Workbook für dein Storytelling. Lade es dir am besten gleich runter und leg  los! Ich freu mich, wenn ich dir helfen kann. Eins noch: Ich teile gerne mein Wissen. Daher steht das Workbook allen zum Download zur Verfügung. Lade es dir runter. Aber setz bitte keine Kommentare oder Anregungen rein, damit alle die gleich Variante runterladen können. Danke!

 

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Hallo, ich bin Andrea Feustel. Ich bin Texterin und Expertin für Kommunikationsstrategien aus Berlin. Seit rund 15 Jahren unterstütze ich Selbstständige und kleine und mittelständische Unternehmen, die kreativ oder beratend tätig sind. Für sie schreibe ich Websites, Blogartikel, Landingpages, Salespages, Newsletter sowie Pressemitteilungen und Artikel für Mitarbeiterzeitungen. 

Ich entwickel Kommunikationsstrategien samt Wettbewerbsanalyse, Positionierung, USP und einem Konzept für authentisches und erfolgreiches Content Marketing. 

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