· 

Schreibblockaden überwinden - 14 Tipps für entspanntes Texten

Du sitzt vor deinem Text und deinen Fingern entspringt kein einziges Wort. Der Bildschirm starrt dich blank an. Und das schon seit Stunden. Du steckst in einer Schreibblockade fest, bist wie gelähmt und hast keine Ideen, wie du da wieder herauskommen sollst. Ein Teufelskreis. Denn die Uhr tickt. Du musst fertig werden. Der Kunde erwartet den bestellten Text. Und der muss gut sein. Doch unter Druck geht gar nichts ... 

 

Zwei Dinge möchte ich dir gleich sagen: Das passiert jedem. Du bist nicht allein. Und: Es gibt ein paar Kniffe, wie du Schreibblockaden überwinden kannst. Jede*r Texter*in hat da so eigene Lösungen. Ich gebe dir hier gerne mit, was mir und meinen engsten Kolleg*innen am besten hilft. Da ist sicherlich auch etwas für dich dabei, damit du aus diesem verzwickten Teufelskreis wieder herauskommst, deine Schreibblockade loswirst und deine Tastatur schon bald Feierabend machen kann.

Du steckst in einer Schreibblockade und willst Schreibblockaden überwinden. Hier sind 14 hilfreiche Tipps.
Artikel weiterempfehlen? Dann pinne ihn auf Pinterest

Zwei Arten von Schreibblockaden

Aber bevor ich dir zeige, wie du aus der Falle wieder herauskommst, will hier noch kurz zwei Arten von Schreibblockaden unterscheiden. Du wirst gleich sehen, welche auf dich zutrifft. Dann kannst du perfekt aus meinen Vorschlägen die für dich optimale Lösung herauspicken. 

 

Schreibblockaden machen sich unterschiedlich bemerkbar. Der eine weiß nicht, wie er den Text beginnen soll. Die andere sucht stundenlang nach dem einen perfekten Wort. Wenn es dich ganz hart trifft, nimmst du vielleicht sogar auch körperliche Anzeichen wahr: Unruhe, Übelkeit, Kopfschmerzen? Woran liegt das?

 

Zum einen können psychologische Gründe hinter Schreibblockaden stecken. Die andere Option sind inhaltliche Gründe

1. Psychologische Gründe für Schreibblockaden

Hinter dieser Art der Schreibhemmungen steckt meistens Angst zu versagen. Ich meine Druck, den man sich selbst macht oder der von außen kommt. Du möchtest ein optimales Ergebnis liefern. Und während du schreibst, nimmst du jeden Satz genau unter die Lupe. Ist das gut formuliert? Klingt das rund? Mag mein Kunde das? Treffe ich den richtigen Ton? Vielleicht hast du in der Vergangenheit sogar schlechte Erfahrungen gemacht und traust dir nun nicht mehr zu, gute Texte zu schreiben.

2. Inhaltliche Gründe für Schreibblockaden

Der andere Grund für Schreibblockaden ist inhaltlicher Natur: Das Thema zu dem du schreiben sollst, ist komplettes Neuland. Du hast keinen blassen Schimmer, worum es geht und was von dir erwartet wird. Oder aber: Du hast besonders gut recherchiert. Du hast alle Fakten zusammengetragen. Aber es ist viel zu viel Material. Du musst aussortieren, strukturieren, gliedern. Aber genau das gelingt dir nicht, weil es einfach viel zu viel Material ist. Du traust dich nicht zu streichen. Denn alles scheint relevant. Und wo anfangen? Du traust dir nicht mehr zu, die essentiellen Schlüsse zu ziehen und dem Text nur die relevantesten Informationen mitzugeben. Wie gelähmt starrst du auf deine Recherche und kein Wort kommt aufs Papier. 

 

Ob inhaltlicher oder psychischer Natur, du weißt jetzt vermutlich schon, wo der Schuh bei dir drückt. Und hier sind meine Tipps, wie du dich überrumpelst und deine Schreibblockade abschüttelst.

________________________________________________________________________

Abonniere mich für mehr Tipps, News und Inspirationen

Als Dankeschön erhältst du mein beliebtestes

Freebie "Checkliste für Webtexte" geschenkt:

________________________________________________________________________

14 Tipps,  mit denen du Schreibblockaden löst

1. Geh mit Plan vor

Nur die wenigsten von uns haben die Gabe, einen guten Text zu verfassen, ohne sich vorher über Ziel und Aufbau Gedanken gemacht zu haben. Gehörst du nicht zu diesen Begnadeten, solltest du dir immer erst einen Plan machen, der die folgenden Frage eindeutig beantwortet: Was will ich wem warum und wie sagen? Anderenfalls wirst du dich während des Schreibens immer wieder in deinen Gedankengängen verheddern, Geschriebenes löschen und immer wieder von vorn beginnen.

 

Um das Ziel zu visualisieren, hilft es häufig schon, eine – wenn auch nur provisorische – Überschrift zu setzen. Hast du diese, listest du unter ihr die Inhalte auf, die du vermitteln willst. Du sortierst sie und ordnest sie deinen Recherchen zu. Schon hast du deinen Aufbau. Tu dir selbst den Gefallen, und ändere deinen Plan und deinen Standpunkt nicht mehr. Denn einmal geändert, wirst du es wieder tun. Schon tritt eine Schreibblockade auf, weil du dich in einer Sackgasse siehst. Steh zu deinem Vorhaben, deiner Meinung, deiner Botschaft und schreib weiter.

 

Wichtig: Hab dabei IMMER deine Zielgruppe vor Augen. Das hilft, auf dem richtigen Kurs zu bleiben.

 

2. Dein Text darf unvollkommen sein

Wenn du schreibst, schreibst du. Und erst dann wird redigiert. (Tipps zum Korrekturlesen findest du übrigens auch in meinem Blog.) Lass die Fehler zu. Lass Sätze schief und krumm stehen, auch wenn sie sich einfach noch nicht gut anfühlen oder vielleicht nicht alles ganz korrekt wiedergegeben ist. Du musst nicht alles gleich angehen. Nichts muss im ersten Schritt perfekt sein. Gönn dir und deinem Text Zeit. Geh Schritt für Schritt vor. Das nimmt enorm viel Druck raus und verpasst deinem Schreibfluss viel Energie.

 

3. Schreib dich in Schwung

Wie beim Sport muss man sich auch beim Schreiben manchmal warm machen. Es kann helfen, wenn du erst einmal etwas komplett anderes schreibst, als eigentlich auf dem Plan steht. Und bist du einmal richtig in Schwung, fällt dir vermutlich auch das Verfassen des  Textes leicht, für den du gerade noch innerlich blockiert warst. Denn das Schreiben geht dir grundsätzlich einfach und gut von der Hand. 

 

Es kann genauso hilfreich sein, wenn du mehrere Texte parallel schreibst. Du musst nicht einen Artikel abgeschlossen haben, um den nächsten zu beginnen. Ist die Luft bei einem Thema raus, dann schieb es zur Seite und mach beim nächsten weiter.

 

4. Ortswechsel tut gut

Du sitzt am Schreibtisch und dir fehlen Inspirationen? Schnapp dir deinen Laptop und setz dich an einen anderen Platz im Büro oder geh raus. Schau dir die Leute an und was sie tun. Lass dich inspirieren von dem, was du siehst. 

 

Ein Ortswechsel kann Wunder bewirken. Er macht den Kopf frei von dem Zwang jetzt sofort und immer an dem gleichen Ort produktiv zu sein. Vielleicht hilft dir auch ein Spaziergang? Indem du deinem Kopf die Freiheit zugestehst, nicht auf Abruf funktionieren zu müssen, lässt du los und entspannst. Du wirst sehen, die Einfälle kommen wie von selbst! 

 

5. Schreibzeit ist Ruhezeit

Um dich herum ist es laut? Straßenlärm, der durchs offene Fenster hineindringt? Kollegen, die sich lauthals unterhalten. Das Telefon klingelt ununterbrochen? Kein Wunder, dass du nicht schreiben kannst. Verschaff dir Ruhe. Such dir einen stillen Arbeitsplatz, wo dich nichts ablenkt. Denn Ablenkung nachzugehen - dazu neigt man leicht, wenn Ideen fehlen. Und kommt trotz des Trubels um dich herum ein zündender Gedanke , hat dieser bei viel Ablenkung kaum Überlebenschancen. Also: In der Ruhe liegt die Kraft.

 

6. Nimm den Druck raus

Vermutlich musst du den Text bis zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig haben. Aber versuch, das auszublenden. Und wenn möglich, zieh andere Dinge vor und leg deinen schweren Text-Brocken erst einmal zur Seite. Wer unter Zeitdruck steht, kann kaum frei denken. Ständig und bedrohlich tickt in deinem Kopf die Uhr. Schalte sie aus und befreie deinen Kopf.

 

7. Zeit für eine Pause

Kann es eventuell sein, dass dir keine gute Idee einfällt, weil du schlicht und ergreifend zu müde bist? Leer. Dann braucht dein Kopf vielleicht Erholung, weil du ihn schon zu lange quälst. Gönn dir etwa alle zwei Stunden eine kleine Pause. Länger kann kaum jemand durchgehend zu 100 Prozent produktiv sein. Also, klapp deinen Laptop zu, steh auf und geh an die frische Luft. Oder leg 20 Minuten Yoga ein. Geh Laufen. (Das bewirkt bei mir Wunder!) Dein Kopf kann sich erholen und vermutlich kommen schon während der bewussten Pause ganz von allein tolle Ideen hoch geploppt!

 

8. Gib deinem Gehirn einen Stups

Liegen dir Mindmaps? Magst du Brainstorming – allein oder auch mit anderen? Kannst du dich gut in andere Personen oder Situationen hineinversetzen, die Perspektive wechseln? Das ist wunderbar. Denn durch eine dieser Techniken kannst du vielleicht die eigene Phantasie anregen und dir gelingt ein ganz neuer Blick auf dein Problem, deinen Text und dessen Aufbau.

 

9. Schau, was die anderen schreiben

Es ist absolut keine Schande, sich von anderen Autoren inspirieren zu lassen. Lies, was andere zu deinem Thema schreiben und wie sie es schreiben. Da ist ein Einstieg in einen Text, der dich inspiriert? Nutz das. Es ist doch toll, wenn dich andere Texte beflügeln. Nur kopieren darfst du nicht. Das ist ja klar. Es geht nur um die Inspiration. Der Text muss am Ende ganz aus deiner Feder stammen.

 

Stopp: Lies auf keinen Fall zu viel andere Texte. Das kann wiederum zu Schreibblockaden führen, weil du glaubst, dass alles schon auf jede nur erdenkliche Art zu deinem Thema gesagt worden ist. 

 

10. Denk an deinen Wunschkunden

Für wen ist der Text gedacht? Hast du deine Wunschkunden ganz klar im Blick? Denk daran, was ihre Bedürfnisse sind, was sie wissen wollen, wobei sie deine Hilfe brauchen. Wenn du das weißt und eine Lösung für sie bieten kannst, wird es dir ganz leicht fallen, den richtigen Ton zu treffen und Texte mit Relevanz zu schreiben.

 

11. Der Anfang ist schwer? – Schnapp dir die Mitte!

Manchmal hängt alles allein am Anfang. Der soll magnetisch sein, gleich überzeugen, Leser*innen fesseln … Aber wenn es hier nicht blitzt, häng dich nicht daran auf. Schreib einen Teil, wo du sofort weißt, was du schreiben willst. Das fühlt sich gut an. Denn ein Teil ist abgearbeitet. Dann kann der nächste folgen. Den brillanten Einstieg kann man auch am Schluss noch anknüpfen und die Versatzstücke miteinander verweben. Die Leser*innen werden es nicht merken, wenn am Ende der rote Faden da ist. 

 

Extra-Tipp: Diese Taktik, Stück für Stück vorzugehen, hilft dir auch, wenn dich die Menge an Informationen lähmt, die du beackern musst. Schnapp dir für den Anfang das, worauf du am meisten Lust hast. Geschafft! Und nun – motiviert durch deinen ersten Erfolg – weiter mit dem nächsten Teil. 

 

12. Übung mach den Meister

Wer regelmäßig schreibt, trainiert sich und kann leichter von Null auf Hundert losschreiben. Auch unter Druck. Wer hingegen nicht regelmäßig schreibt, sich nicht übt, ist aus dem Training. Die Routine ist hin, schöne Formulierungen wieder weit weg, der Stil verloren und das Texten wird zur Tortur.  

 

13. Hol dir Rat

Du hast sicherlich Freunde, Kollegen, Bekannte, auf deren Meinung du zählst. Dann frag sie, was ihnen zu deinem Thema einfällt bzw. welche Frage ihnen dazu auf der Seele brennt. Vielleicht ist das der entscheidende Anstoß, um die Schreibblockade zu überwinden. Oder aber sie können dich aufbauen? Wissen am besten, wie sie dich motivieren. Gib diesem Vorgehen eine Chance. 

 

14. Zieh es durch

Es lässt sich alles nicht ändern. Der Text muss fertig werden. Vielleicht ist die drohende Deadline ja auch eine Chance? Versuch es mal so zu sehen. Bei einer klaren und nahen Deadline solltest du einfach alles beiseite schieben und den Fokus klipp und klar nur auf den Text legen. Schreib, bis du fertig bist! Alles andere kann und muss warten. 

 

Ich hoffe, diese Tipps waren für dich hilfreich und deinen Texten für Blog, Website, Newsletter oder auch Kundenmagazin steht nun nichts mehr im Weg. Wenn du regelmäßig Schreibimpulse, Anregungen oder News rund ums Texten willst, dann abonniere doch meinen Newsletter. Und wenn das Texten samt Recherche und SEO einfach gar nicht deine Sache ist, dann schreib mir. Ich helfe dir gern weiter. Ich schreibe für dich Texte, während du dich dem widmest, worin deine wirklichen Stärken liegen. 


Hallo, ich bin Andrea Feustel. Ich bin Texterin und Expertin für Kommunikationsstrategien aus Berlin. Seit rund 15 Jahren unterstütze ich Selbstständige und kleine und mittelständische Unternehmen, die kreativ oder beratend tätig sind. Für sie schreibe ich Websites, Blogartikel, Landingpages, Salespages, Newsletter sowie Pressemitteilungen und Artikel für Mitarbeiterzeitungen. 

Ich entwickel Kommunikationsstrategien samt Wettbewerbsanalyse, Positionierung, USP und einem Konzept für authentisches und erfolgreiches Content Marketing. 

Du hast eine Frage an mich? Dann schreib mir einfach. Ich melde mich innerhalb von 24 Stunden bei dir. Versprochen!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0