· 

Wie du schneller gute Blogartikel schreibst

In 8 Schritten von der Idee zur Veröffentlichung

Regelmäßig gute Blogartikel zu schreiben gehört bei vielen von uns zum Business. Wir wollen dadurch Abonnent*innen neue Tipps bieten, jüngste Produkte anteasern oder frische Erkenntnisse, Kooperationen oder Tipps bekannt machen. Doch – Hand aufs Herz – manchmal ist für den Blogartikel nicht wirklich Zeit da, oder? Neben Kundengesprächen, Produktentwicklung dem Aufbau von Sales-Funnels kann so ein kleiner Blogartikel auch zum unbequemen Zeiträuber werden. 

 

Dabei weiß ich von meinen Kund*innen, dass viele deutlich mehr Zeit als nötig für einen Blogartikel brauchen. Weil sie nämlich ohne festen "Fahrplan" vorgehen. 

Anleitung für gezieltes Schreiben

In diesem Blogartikel will ich dieses Problem anpacken und dir mein Schritt-für-Schritt-Vorgehen auf den Weg für die nächsten Blogartikel mitgeben. Damit du zukünftig gezielter und damit schneller veröffentlichst - und wieder mehr Zeit für anderes hast.  Und damit dein Artikel wirklich richtig gut wird, gibt es immer an der passenden Stelle Schreib-Tipps - von Headline bis Call-to-Action, von Recherche bis Stil.

 

Kommen wir gleich zur Sache (hier ging es ja auch um Zeitgewinn, oder 😊)

1. Setz dir Ziele für deinen Blogartikel

Bevor du auch nur ein Wort schreibst, solltest du dir folgende Frage stellen:  

 

Welches konkrete Ziel verfolge ich mit meinem Blogartikel? Warum will ich diesen Text schreiben?

 

Dies könnten deine Motive sein:

 

  • deinen Status als Expert*in auf deinem Gebiet aufbauen oder festigen
  • dein Angebot bekannt(er) machen
  • deine Reichweite vergrößern
  • Anmeldungen zu deinem Newsletter generieren

 

Warum ich dir empfehle, gleich zu Beginn diese Frage zu stellen bzw. Entscheidung zu treffen? Weil sie ganz wichtig dafür ist, dass du deinen Blogartikel logisch und konsequent aufbaust: von der Headline bis zum Call-to-Action (CTA: Handlungsaufforderung an deine Leser*innen).

 


Jeder Blogartikel muss deine Ziele unterstützen und gleichzeitig die Bedürfnisse deiner Zielgruppe erfüllen.


2. Prüfe das Bedürfnis deiner Zielgruppe

Jetzt weißt du, was dein Ziel ist. Überlege dir im zweiten Schritt, welches Bedürfnis deiner Zielgruppe du befriedigen möchtest. Denn jeder Blogartikel, den du schreibst, muss folgende Voraussetzungen gleichzeitig erfüllen:

 

 

1. deine Wünsche/Ziele unterstützen (siehe 1. Schritt)

 

2. die Bedürfnisse deiner Zielgruppe befriedigen

 

Beantworte hierfür folgende Fragen: Welche Sorge plagt deine Zielgruppe? Auf welche deiner Expertisen sind sie angewiesen? Welcher deiner Tipps bringt sie jetzt einen großen Schritt weiter?

 

Wenn du diese Frage für dich beantwortet hast, weißt du definitiv, dass du deinen Blogartikel nicht umsonst schreibst. Das wird dir einen ordentlichen Motivations- und Schreibschub verpassen. Und deinen Artikel für SEO relevant machen.

 

3. Mach dich auf die Keyword-Suche

Wenn du eine „grobe“ Ideen hast, zu welchem Thema du einen Blogartikel schreiben willst, kommt bereits jetzt die Keyword-Recherche.

 

Ja, genau hier. 

 

Du musst genau prüfen, in welcher konkreten Form dein Thema und Artikel-Ansatz für deine Zielgruppe von Bedeutung ist. Suchen deine potenziellen Leser*innen wirklich nach deinem Thema, oder vielleicht nach einer kleinen Abwandlung? Geht dein Plan auf oder musst du ihn ein wenig anpassen? Musst du vielleicht allgemeiner werden. Oder konkreter? Oder solltest du aus einem Artikel für Anfänger*innen vielleicht lieber ein Fachartikel machen?

 

Beispiel: 
Du planst einen Artikel zum Thema "Schlafzimmer planen". Bei deiner Keyword-Recherche merkst du aber, dass du dir besser eine kleinere Nische raussuchen solltest. Weil beispielsweise nach "Wandfarbe Schlafzimmer" gesucht wird oder nach "Bettposition für erholsamen Schlaf".

 

 

Diese wichtige Frage, welches Thema exakt dein Blogartikel behandeln sollte, klärst du also durch eine gute Keyword-Recherche. Und je besser du dann die Keywords (= die Suchintention deiner Zielgruppe) und den Inhalt deines Blogartikels miteinander abstimmst, desto größer sind deine Chancen, weiter vorne in den Suchergebnissen zu erscheinen.

 

Für SEO ist also folgendes Vorgehen ganz wichtig:

 

 

1. relevante Keywords recherchieren

 

2. das konkrete Thema festlegen

 

3. Blogartikel schreiben

 

Suchmaschinen erkennen nämlich, ob der Artikel wirklich perfekt auf eine Suchanfrage ausgerichtet ist. Wer zuerst schreibt und erst anschließend das ihm günstig erscheinende Keyword in Text und Überschriften verteilt, schreibt seinen Blogartikel am Ziel vorbei. Der Artikel rankt nicht

 

4. Recherchiere gründlich für deinen Textinhalt

Prima. Dein Keyword steht. Aber die Recherche ist noch nicht abgeschlossen. Denn dein Blogartikel soll richtig gut werden, oder?

 

Dann füttere ihn gründlich mit guten Inhalten. Das heißt: wieder Recherche, Recherche, Recherche. Mach dich so schlau es nur geht und prüfe das Web auf folgende Dinge:

 

  • neueste und relevante Statistiken
  • interessante Case Studies
  • mitreißende Zitate
  • Expertenmeinungen
  • aussagekräftige Bilder (Achtung: Copyright bei Nutzung beachten!)

 

Gründlich recherchiert? Nun nimm alles mit, was dir wirklich dient. Schmeiß raus, was überflüssig ist, deinen Artikel lähmt und unnötig streckt. 

 

Hinweis: Wenn du externe Quellen in deinem Blogartikel verwendest, solltest du diese natürlich später als solche kenntlich machen und sie verlinken. 

5. Gliedere deinen Blogartikel

Achtung! Auch jetzt geht es noch nicht ans Schreiben. Auch wenn du vermutlich endlich loslegen willst, musst du dich erst der Struktur deines Blogartikels widmen.

 

Kling schon wieder nach Zeiträuber, ist aber tatsächlich ein großer Beschleuniger, denn:

 

 

1. Du wirst dir nochmals klarer über dein Thema und wie du es optimal vermittelst.

 

2. Du kannst später alles in einem Rutsch durchschreiben und bist schneller am Ziel

 

3. Dein Blogartikel hat eine klare Linie, das mögen Leser*innen und Suchmaschinen. Wieder wichtig fürs Ranking!

 

Das gehört zu deiner Blogartikel-Struktur:

Eine knackige und verlockende Headline

Natürlich kannst und sollst du an deiner Haupt-Überschrift (H1) auch später noch feilen. Aber wenn du dir bereits zu Beginn deine Headline aufschreibst, definierst du klar Nutzen und Inhalt des Blogartikels.

 

Das ist wichtig für dich, damit du den roten Faden wahrst. Und im Endeffekt auch für deine Leser*innen, die von der Überschrift angezogen und auf keinen Fall von dem Inhalt enttäuscht werden sollen.

 

Die Überschrift ist also ein Versprechen und muss einige weitere Kriterien erfüllen:

 

  • magnetisch anziehen und zum Weiterlesen verleiten
  • das Haupt-Keyword enthalten
  • kurz und knackig sein (max. 70 Zeichen)
  • nichts versprechen, was nicht gehalten wird

Einleitung, die den Nutzen des Artikels unterstreicht

An der Einleitung knapsen die meisten lange herum. Wie einsteigen? Wie Leser*innen direkt ins Thema ziehen?

 

Ich gebe zu, dass das wirklich nicht immer leicht ist. Jedes Thema funktioniert anders. Und jede Zielgruppe will anders abgeholt werden. Hier sind ein paar Anregungen für Einleitungen, die in der Regel super funktionieren: 

 

  • Greif aktuelle Zahlen und Statistiken auf.
  • Stell eine Frage.
  • Nutze ein Zitat.
  • Triff eine provokante Aussage.
  • Äußere eine persönliche Meinung.
  • Schildere eine Situation.


Egal, welche Variante du wählst, in der Einleitung deines Blogartikels solltest du zur Sache kommen. Du musst gleich zu Beginn schreiben, worum es geht (Thema) und welches Problem, welche Fragestellung oder welches Bedürfnis du löst. Stell klar, welchen Nutzen deine Leser*innen effektiv vom Weiterlesen haben.

 

Die Herausforderung ist, dass die Einleitung kurz und knapp sein und gleichzeitig Stimmung und Spannung aufbauen muss. Das heißt, dass du Inhalte ankündigst, aber noch nicht zu viel verrätst.


Halte deine Einleitung kurz und knapp, verlocke zum Weiterlesen und baue Spannung auf!


Schaffe Unter-Überschriften und Inhaltspäckchen

Blogartikel brauchen mehr als Einleitung, Hauptteil und Schluss. Sicherlich weißt du, dass Webtexte gescannt werden. Die wenigsten Leser*innen sind vom ersten bis zum letzten geschriebenen Wort dabei. Vielmehr überfliegen sie deinen Text und wollen schnell erfassen können, ob der Artikel hält, was du versprichst.


Für den Hauptteil musst du dafür leicht konsumierbare Inhalts-Päckchen schnüren, die du jeweils mit einer Unter-Überschrift versiehst. Diese Unter-Überschriften (H2, H3, ...)

 

  • leiten deine Leser*innen durch das Thema,
  • helfen ihnen beim Scannen,
  • sorgen dafür, dass dein Blogartikel aufgeräumter und leichter wirkt. 

Plane Links, Bilder und Grafiken

Wenn du deinen Blogartikel strukturierst, überlege dir auch gleich, wo du Bilder und Grafiken platzierst, die deinen Inhalt illustrieren und vertiefen. Dasselbe gilt für interne und externe Links. Wo werden deine Leser*innen zusätzliche Infos aus anderen Beiträgen von dir als nützlich empfinden? Und an welcher Stelle sind weiterführende Verweise oder Quellenhinweise nützlich oder notwendig?

 

Wie lautet dein Call-to-Action

Ich habe ja ganz am Anfang geschrieben, dass du definieren musst, was Du mit dem Schreiben deines Blogartikels bezweckst. Der Call-to-Action unterstützt dich in deinem Ziel. Mit ihm forderst du zu der von dir gewünschten Handlung deiner Leser*innen auf wie: 

 

  • Newsletterabonnent*innen werden
  • Kommentare schreiben
  • Fragen stellen und teilen
  • weiterführende Artikel lesen
  • Produkte/Leistungen kaufen

 

Aber bedenke bitte immer: Auch wenn dich der Call-to-Action (CTA) deinem Ziel näher bringen soll, darfst du ihn nie plump formulieren. Oder etwas von deinen Leser*innen erwarten, was gar nicht zu ihrer aktuellen Situation passt. Denn wer sich von deinem CTA bedrängt fühlt, wird verstimmt deine Seite verlassen. Und vermutlich nicht wiederkommen. 

 

Meine Tipps für deinen CTA:

 

1. Überlege daher genau, was deine Leser*innen gerade brauchen. Wozu sind sie gern bereit? Ist das wirklich gleich der Klick zum Kauf eines Produktes? Oder eher der Besuch deiner "Über Mich"-Seite, um dich und deine Leistung besser kennenzulernen? 

 

2. Formuliere eine freundliche, motivierende Aufforderung.

 

3. Mach den nächsten Schritt transparent und zeig genau, was beim "Klick" passiert.

 

4. Versuche mit zwei bis vier Wörtern auszukommen

________________________________________________________________________

Abonniere mich für mehr Tipps, News und Inspirationen

Als Dankeschön erhältst du meine Gratis-Checkliste

für gute Webtexte:

_______________________________________________________________________

 

6. Endlich den Blogartikel schreiben

Ich gebe zu: Die ganze Vorarbeit hat bestimmt etwas Zeit gekostet. Aber du wirst gleich merken, dass es sich gelohnt hat. Denn jetzt kannst du den Artikel wirklich runterschreiben.

 

Struktur, Überschriften, Inhalte stehen komplett. Und du kannst von „oben nach unten“ quasi durchtexten. Und genau das mach ruhig: Schreib deinen Blogartikel zunächst in einer Rohfassung. Der Feinschliff kommt später.

 

Damit du deine Ziele mit dem Blogartikel garantiert erreichst, sind hier Tipps, die deine Zielgruppe, Suchmaschinen und letzten Endes dich selbst glücklich machen. Weil du das Lesen massiv erleichterst. (Wenn du noch mehr willst: Hier sind meine 5 Basisregeln für gute Webtexte)

 

Schreibtipps für deine Webtexte:

 

  • Vergiss nie, für wen du schreibst.
  • Nutze die Sprache und Worte deiner Zielgruppe.
  • Schreibe aktiv und meide Fachausdrücke, die deine Zielgruppe nicht kennt.
  • Schreibe kurze Sätze. Pack in jeden Satz nur eine Botschaft.
  • Schaffe etwa alle 60 Wörter einen Absatz.  
  • Nutze Aufzählungen, die Inhalte übersichtlich darstellen.
  • Markiere Schlagworte durch Fettungen.

  • Hebe besonders relevante Botschaften als Zitate hervor.
  • Binde deine Keywords in Überschriften, Einleitung und den Fließtext ein.
Wie du gute blogartikel schreibst - Anleitung schritt für schritt Anleitung mit der du schneller Blogartikel schreiben kannst.

7. Verpass deinem Blogartikel den letzten Schliff

Du bist durch. Toll! Jetzt kannst du dir kräftig auf die Schulter klopfen und  dir und deinem Blogartikel einen Tag Pause gönnen.

 

Danach nimmst du ihn dir für den letzten Feinschliff noch einmal vor. Prüfe deinen Text unbedingt noch einmal auf folgende Aspekte:

 

  • Der rote Faden zieht sich durch den gesamten Text.
  • Du hältst dein Versprechen aus der Überschrift und Einleitung.
  • Deine Sätze umfassen max. 24 Wörter. Besser nicht mehr als 15.
  • Du hast Wortwiederholungen, Nominalstil, passive Formulierungen, unnütze Phrasen vermieden
  • Deine Keywords sind sinnvoll platziert (Überschriften, Fließtext, Meta-Daten)
  • Du hast eine knackige, verlockende Überschrift gefunden.
  • Alle Links und Verweise, Grafiken und Bilder sind platziert und mit dem nötigen Copyright versehen.
  • Dein Call-to-Action funktioniert.
  • Wichtig für deinen Blogartikel: Texte auf deinen Inhalt, den Mehrwert und die Keywords konzentrierte Meta-Daten (URL, Meta-Titel und Meta-Beschreibung)

8. Promote dein kleines Kunstwerk

Geschafft! Herzlichen Glückwunsch!

 

Du hast erfolgreichen einen guten Blogartikel geschrieben. Jetzt kannst du ihn veröffentlicht. Und du musst ihn unbedingt promoten, damit er die Aufmerksamkeit bekommt, die ihm gebührt. 

 

  • Poste deinen Blogartikel bei Facebook, Instagram, Twitter und/oder LinkedIn.
  • Kommuniziere deinen Text auf Pinterest. (Lies dazu den Artikel Pinterest für Blogger von Marketingmagie)
  • Schreibe allen Influencer*innen, die du kennst, dass sie auf deinen Blogartikel verlinken.
  • Schicke eine Mail an deine Newsletter-Abonnent*innen.

Los jetzt! Gleich den nächsten Blogartikel schreiben!

Nun hast du eine klare Linie, wie du einen guten Blogartikel anpackst und gezielt schreibst. Du wirst sehen, dass du mit dieser Anleitung schneller ans Ziel kommst.

 

Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg beim Umsetzen. Und wenn dein Blogartikel online ist, lass es mich wissen. Ich bin gespannt, ihn zu lesen!

 

Deine Andrea


Hallo, ich bin Andrea Feustel. Ich bin Texterin und Expertin für Kommunikationsstrategien aus Berlin. Seit rund 15 Jahren unterstütze ich Selbstständige und kleine und mittelständische Unternehmen, die kreativ oder beratend tätig sind. Für sie schreibe ich Websites, Blogartikel, Landingpages, Salespages, Newsletter sowie Pressemitteilungen und Artikel für Mitarbeiterzeitungen. 

Ich entwickel Kommunikationsstrategien samt Wettbewerbsanalyse, Positionierung, USP und einem Konzept für authentisches und erfolgreiches Content Marketing. 

Du hast eine Frage an mich? Dann schreib mir einfach. Ich melde mich innerhalb von 24 Stunden bei dir. Versprochen!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0