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5 Basis-Regeln für gute Texte

Einen Text zu schreiben und unter dem eigenen Namen zu veröffentlichen, ist für viele ein Graus. Was darf ich? Was sollte ich lassen? Was macht meinen guten Text aus? Wie wird er leicht lesbar? Werden die anderen meinen Schreibstil mögen? 

Klar! Schreiben ist nicht jedermanns Sache. Dem einen liegt es. Dem anderen nicht. Aber es gibt ein paar einfache Regeln, mit denen du lernst, gute Texte zu schreiben. Sie gelten für deine Website, deinen Blog, für Social Media, Newsletter und Kunden-E-Mails. Wenn du sie befolgst, werden deine Texte leicht verständlich, leserfreundlich und machen einfach Freude zu lesen.

 

Hier sind meine 5 Basis-Regeln für dich:

1. Schreib wie du sprichst

Wenn du schreibst, dann stelle dir ein Gespräch mit einem lieben Bekannten oder Freund vor. Mit dem redest du doch auf Augenhöhe, oder? Freundlich, einfach, in „echter“ Sprache.

Fragt er dich beispielsweise nach deinem Job, antwortest du wohl kaum:

„Ich arbeite in einem internationalen Team, das sich durch höchste Kompetenz auszeichnet und für seine Kunden maßgeschneiderte IT-Lösungen entwickelt.“

Viel eher würdest du sagen: „Wir sind insgesamt 20 Leute aus der ganzen Welt. Alle haben eine super Ausbildung und bringen sich mit unglaublich viel Engagement ein. Je nach Kundenwunsch entwickeln wir genau die richtige Lösung.“

 

Die gesprochene Sprache auch schriftlich anzuwenden, ist oft gar nicht so einfach. Das braucht Übung. Mein Tipp: Nimm deinen Text zunächst mit dem Smartphone auf.  Du wirst sehen: Mit der Zeit wirst du besser. Und es ist erstaunlich, wie wenig man an den Texten noch feilen muss. Denn sind schon ganz schön gut.

 

Hinweis: Passe das Ergebnis dem jeweiligen Kanal (Social Media, Website, Newsletter etc.) etwas an. Nicht überall sollte gleich „salopp“ gesprochen werden. Und: Natürlich muss dieser erste Tipp von Branche zu Branche angepasst werden. Aber auch Behörden und Banken schadet es nicht, sich ein reelles Gegenüber beim Verfassen ihrer Texte vorzustellen.  🙂

2. Fass dich kurz

Nichts ist ermüdender als ewig lange und verschachtelte Sätze. Versuch es mal so: Jeder Satz darf nur eine Aussage enthalten. Jeder Satz solle möglichst nur aus einem Hauptsatz bestehen. Klar, der ein oder andere Nebensatz darf mit. Aber mach das eher zu Ausnahme.  Hauptsache die Satzkonstruktionen sind nicht zu kompliziert


Ist dein Text fertig? Dann geh ihn noch einmal durch. Wie oft findest du die folgenden Wörter: weil, wenn, um, dass, obwohl? Prüfe die entsprechenden Sätze genau. Du wirst sehen, dass du aus den meisten zwei bilden kannst. Schon liest sich der Text leichter

 

Nicht so: Jeden Sonntag, wenn ich ausgeschlafen habe, ziehe ich mir die Schuhe an, um Brötchen kaufen zu gehen, weil ich meinen Eltern eine Freude bereiten will.

Lieber so: Sonntags schlafe ich aus. Dann ziehe ich mir die Schuhe an und gehe Brötchen kaufen. Damit mache ich meinen Eltern eine große Freude. 

 

Extra-Tipp: Versuch auch, kurze Wörter zu verwenden. Die kommen bei deinen Lesern sehr viel besser an als lange Wortketten. 

3. Nutze Verben nicht Nomen

In deinem Text steckt eine Menge Wörter mit den Endungen -ung, -heit, -keit? Viele von ihnen hast du unnötigerweise genutzt. In der Regel sind das Nomen oder Nominalisierungen, an deren Stelle du Verben hättest schreiben können. Lass den Nominalstil weg. Auch wenn du dafür einen ganzen Satz umbauen musst, lohnt es sich für einen guten Text. Du wirfst damit nämlich das typisch zähe und schwerlesbare Beamten- und Behördendeutsch über Bord. Stattdessen erhältst du einen leicht lesbaren, aktiv geschriebenen, schönen Text.

 

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4. Schreibe aktiv, nicht passiv

Viele Texter versuchen, die persönliche Ansprache ihrer Kund*innen und Leser*innen zu vermeiden oder ihre Texte allgemein zu halten. Dafür verwenden sie das viel zu häufig eingesetzte Wort „man“

 

Beispiel 1: „Man darf aber getrost darauf verzichten.“ Besser: „Verzichte darauf!“

Beispiel 2: „In unserem Restaurant speist man wie Gott in Frankreich.“ Besser: „Speisen Sie bei uns wie Gott in Frankreich!“

 

Eine zweite Art, Texten Schwung und Aktivität zu nehmen, sind passive Verbkonstruktionen

Auch hier bin ich der Meinung: Sprich deine Leser*innen für einen guten Text direkt an

 

Beispiel: „Für das Online-Seminar werden nur Laptop und Ruhe gebraucht.“ Besser: „Du benötigst für das Online-Seminar nur Laptop und Ruhe.“ Oder: „Mit Laptop und Ruhe bist du bestens für das Online-Seminar ausgestattet.“

 

Siehst du, was ich meine?

5. Positiv texten

Ohne es zu merken, verwenden wir oft eine negative Ausdruckform für etwas, das genauso gut auch positiv beschrieben werden könnte. Oft greifen wir in einem Satz sogar zu doppelten Verneinungen. „Der Weg ist nicht zu weit, als dass wir ihn nicht, ohne zu spät zu kommen, hinter uns bringen könnten.“ Hä? Das geht doch auch so: „Der Weg ist weit. Aber wir kommen pünktlich.“

 

Hier ein paar Beispiele, damit du siehst, was ich mit den negativen Formulierungen meine:

statt „nicht groß genug“ benutze „klein“

statt „nicht wenige“ benutze „viele“

statt „nicht leichtfertig“ benutze „bedacht“

Erkennst du schon den wunderbaren Nebeneffekt, wenn du positiv schreibst? Richtig, du gebrauchst einen größeren Wortschatz und schreibst vielleicht sogar phantasievoller. 

 

Außerdem: Du willst ja von dir und deinen Produkten positiv berichten. Schreibst du negativ, wirkt sich diese Stimmung auch auf deine Leser*innen aus. Und das wäre doch wirklich kontraproduktiv!

Das waren sie auch schon, meine Tipps, wie du ganz leicht gute Texte schreibst. Wenn du dir diese 5 Anregungen bei deinen nächsten Texten zu Herzen nimmst, wirst du sehen: Gute Texte schreiben ist keine Hexerei. Das kannst auch du.

 

Wenn du aber noch Fragen hast oder Hilfe bei deinen Texten benötigst, dann melde dich bei mir. Ich freue mich, dir helfen zu können. 


Andrea Feustel ist Texterin und Expertin für Kommunikationsstrategien aus Berlin. Sie schreibt Webtexte, entwickelt Kommunikationsstrategien und übernimmt das Content Marketing für Selbstständige und kleine und Mittelständische Unternehmen.

Hallo, ich bin Andrea Feustel. Ich bin Texterin und Expertin für Kommunikationsstrategien aus Berlin. Seit rund 15 Jahren unterstütze ich Selbstständige und kleine und mittelständische Unternehmen, die kreativ oder beratend tätig sind. Für sie schreibe ich Websites, Blogartikel, Landingpages, Salespages, Newsletter sowie Pressemitteilungen und Artikel für Mitarbeiterzeitungen. Ich entwickel Kommunikationsstrategien samt Wettbewerbsanalyse, Positionierung, USP und einem Konzept für authentisches und erfolgreiches Content Marketing. 

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